Weichmacher
Bei EPDM werden Weichmacheröle benutzt, um die Härte und den E-Modul des Vulkanisats einzustellen und das Fließverhalten sowie die Extrusionseigenschaften zu verbessern. Normalerweise werden paraffinische Mineralöle und ggf. auch naphthenische Mineralöle als Weichmacher für EPDM-Compounds verwendet.
Zur Verbesserung der Flammbeständigkeit werden gelegentlich auch Phosphorsäureester und chlorierte Kohlenwasserstoffe eingearbeitet. LANXESS bietet mehrere ölverstreckte TYpen mit Weißöl für farbige Anwendungen an.
Für eine optimale Wärmebeständigkeit werden Weichmacheröle mit relativ hohen Paraffingehalten eingesetzt. Andere Zusatzstoffe und Additive, zum Beispiel Paraffinwachse mit niedrigem Molekulargewicht, Polyethylen und Polybuten, können ebenfalls als Verarbeitungshilfsmittel benutzt werden. Wie bei den Füllstoffen vertragen die EPDM-Typen mit höherem Molekulargewicht ebenfalls höhere Zugabemengen an Weichmachern. Besonders wichtig ist dies bei der Formulierung von Compounds mit geringer Härte, bei denen eine hohe Viskosität des Compounds nötig ist, um Porosität zu verhindern. Hierfür werden hochviskose Öle bevorzugt.
Bei gleichem Molekulargewicht erlauben Polymere mit höherem Ethylengehalt die Verwendung höherer Füllstoffmengen als solche mit niedrigerem Ethylengehalt.
Buna ist in vielen Ländern der Welt ein eingetragenes Warenzeichen.
